Kurzbesuch bei der Röhrenschmiede

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Am gestrigen Freitag ging es für mich zu einem einen abendlichen Abstecher zu „Röhrenschmiede“ nach Krefeld. Hier hatte ich die Gelegenheit die neuen 6c33c Prototypen von Andreas Klug ein erstes Mal zu begutachten und auch in einer kurzen Session anzuhören.

Andreas hatte sich in der zurückliegendenWoche mit aller Macht ins Zeug gelegt seine neueste Verstärkerkreation, die bisher noch ohne eine Modellbezeichung versehen ist, fertig zu bekommen. Und tatsächlich wurde die zweite Mono-Endstufe keine 24 Stunden vor meinem Besuch betriebsfertig.

Der Prototyp in der Draufsicht mit ‚Visitenkarte‘

Optisch unterscheiden sich die Mono-Endstufen im Prototypenzustand durch eine gänzlich andere Formensprache im Vergleich zu seinen bisherigen Gerätekreationen. Mir persönlich gefiel das minimalistische Erscheinungsbild die das Pärchen ausstrahlte. Man könnte das Erscheinungsbild auch als Auf-Das-Wesentliche-Reduziert beschreiben.

Die verbaute 6c33c-Röhre, die gemeinhin als „Warzenschwein“ bekannt ist, stellt eine imposante Erscheinung dar. Die Röhre selbst wurde 1982 tatsächlich in sowjetischen Kampfjets verbaut und waren somit Teil der damaligen Bordelektronik und galten als EMP sicher. Bekannt wurde deren Existenz in einem Militärjet Umstand erst, als 1976 eine sowjetische MIG in den Westen übergelaufen ist.

Die 6c33c Monos im operativen Testbetrieb

Klanglich waren die ersten Eindrücke vielversprechend. Die ca. 2 x 80 Watt drückten Live-Stimmung in den Hörraum und machten Spaß auf mehr. Gestern Abend ging es erstmal darum die ersten Funktionstest anzugehen und erste Erfahrungen im operativen Betrieb zu sammeln.

Meine erste Erkenntnis, wenn auch eher humorvoll gesehen: Die 6c33c steht in einem würdigen Konkurrenzkampf mit der Zimmerheizung. Ich werde das Projekt sicherlich noch eine Weile verfolgen dürfen und bin gespannt auf das was musikalisch noch zu erleben sein wird. Die Grundzutaten scheinen mir eine interessante Basis zu sein.

Links

Link zur Röhrenschmiede

Zu Besuch bei einer Legende

An dem zurückliegenden Wochenende ging es für mich zu einem ganz speziellen HiFi-Besuch. Auf meinem Besuchsprogramm befand sich ein Setup welches als Highlight eine Apogee Acoustics Grand besaß. Ein Lautsprecher aus dem Bereich der Legenden. Ein Lautsprecher den man so gut wie gar nicht auf dem freien Markt findet, geschweige denn auch mal in Ruhe genießen kann. Das liegt wohl vor allem daran, dass aktuell nur noch 7 Pärchen nachweislich auf diesem Planeten existieren. Und jenes Pärchen welches ich besuchen durfte ist in der schönen Schweiz beheimatet.

Nächster Halt für mich, nach rund 750 km Autofahrt, war dann ein kleines Dorf in der Schweiz. Der Gastgeber, wir haben schon seit einer langen Zeit Kontakt über die sozialen Medien, wartete bereits auf mich und lud mich erst mal zu einen netten Plausch bei etwas Kaffee ein. Nach der Anfahrt hieß es für mich auch erstmal zu akklimatisieren.

Und dann wurde nicht lange gefackelt. Der Gastgeber machte kurzen Prozess und meinte nur lapidar. „Lass uns doch mal gleich runter gehen!“. Was soll ich sagen, soviel Drive kann man ja nicht widersprechen. Also los, auf in das aller Heiligste. Zum Glück mussten wir nicht irgendwelche Parkanlagen überwinden oder irgendeinen Schlossflügel von West nach Ost durchpflügen. Kurz und knapp ging es über eine wohnzimmernahe Treppe in den untenliegenden Wohnbereich.

Der erste Eindruck

Und mit dem letzten Schritt von der Treppe stand ich dann quasi sofort und unumstößlich in einem Zimmer der dem gemeinen HiFi affinen Menschen wie mir nicht nur den Blutdruck in medizinisch bedenkliche Höhen trieb, sondern obendrein die eigenen Wortfindungsstörungen exorbitant stiegen ließ. Ich war für einen Bruchteil von einer Sekunde gravitationsbefreit und mein vom Körper befreite geistiges Auge genoss in aller Seelen Ruhe das sich vor mir auftuende Panorama eines höchst beeindruckenden Hörzimmers. Eine wahre optische Reizüberflutung. Mein Kopf, und jenes Organ welches sich zwischen den Ohren befindet, versuchten all die verschiedenen optischen Eindrücke und Informationen die mich bedrängten irgendwie zu erfassen, zu sortieren und zu verarbeiten. Pause.

Die letzten geschriebenen Worte versuchen nur einen groben Überblick zu verschaffen was in diesem Raum zu erkennen und zu erforschen war. Ich stand in einem Raum des Who-Is-Who des HiFi Zirkus. Es ist ja nicht so als wenn das alles überraschend gekommen wäre, die Bilder des Musikzimmers sind dem ernsthaft interessierten Insider alles andere als unbekannt, aber dann doch in diesem Raum zu stehen ist irgendwie surreal. Aber schön. Ab jetzt war dann bis spät in die Nacht, also die nächsten 9 Stunden Showtime.

Der Raum

Der Raum war für den Apogee Grand einfach wie gemacht. Und diese Aussage kann man, so platt sich das auch anhört, wortwörtlich nehmen! Warum? Der Gastgeber, ich nenne ihn für die Dauer des Berichts der Einfachheit Florian, besitzt die Apogee Grand bereits seit knapp 20 Jahren. Und Florian hat seinen Lautsprecher in der Vergangenheit bereits in Räumen zwischen 30qm² wie auch 120qm² betrieben. Beim Bau seines jetzigen Schweizer Domizils hat er dann Nägel mit echten Knöpfen gemacht und die Raumdimensionierungen mit seinem Erfahrungsschatz in Einklang gebracht. Das Ergebnis, so beschrieb Florian es mir, war mit Abstand die beste Raumgeometrie wie auch Bauphysik.

Ein nackter Raum für eine Apogee? Keine gute Idee! Auch das war Florian mit Baubeginn klar. Somit stand eine akustische Behandlung des Raumes gleich nach Baufertigstellung auf dem Aktionsplan. Das ganze Musikzimmer ist mit einer Akustikdecke versehen. Berechnete wie auch in Einzeltests persönlich durchprobierte Bassabsorber und Absorber wurden im Raum entsprechend den Problemzonen verteilt und montiert. Natürlich wurden nicht nur die kritischen Bereiche hinter dem Lautsprecher wie auch hinter dem Hörplatz berücksichtigt sondern auch im Bereich der möglichen Erstreflektionen.

Das Strom Management

Das was? Doch, doch Sie haben richtig gelesen. Es folgt der Abschnitt „Das Strom-Management“. Ich sehe schon die Voodoo Priester wie sie beim Lesen dieser Worte zündelnd durch die Sozialen Medien trollen. So schlimm wird es nicht werden. Florian hat hier etwas gemacht was für mich ein echtes Highlight darstellt. Er hat jedem seiner Geräte, also auch jeder Endstufe in diesem Raum, eine eigene Stromzuleitung mit seinem eigenen Sicherungsautomaten spendiert. Das, und genau dass, nenne ich persönlich „konsequent“. Um es anders und in klar verständlichen Worten zu formulieren: In dem gesamten Setup befindet sich keine einzige Stromleiste(!)

Das Setup

Da wäre als erstes natürlich die von mir benannte Apogee Acoustics Grand zu benennen. Der amerikanische vollaktivierte 4-Weg-Lausprecher ist das dominierende Element in diesem Raum. Eingeführt wurde die Apogee Grand auf der CES 1991 und bis ca. 1998 gebaut. Der Lautsprecher kann noch mit der ein oder andern physikalischen Besonderheit aufwarten. So bringt er ca. 560 kg pro Lautsprecher auf die Waage. Und er ist je nach Untergrund min. 228cm hoch. Und er hat eine externe Frequenzweiche die Dimensionen aufweist die andere auf dem Markt befindlichen Groß-Endstufen nicht mal erreichen. Spätestens bei dem Anblick dieser Gehäuse wird eine mögliche Ehe auf eine ganz harte Probe gestellte. Zumindest dann, wenn man gedenkt seine Apogee in das heimelige Wohnzimmer zu integrieren. Bodenknappheit bei gleichzeitiger Dauerverdunkelung sind sicherlich keine förderliche Paartherapie.

Die Apogee wir mit vier Endstufen betrieben. Die beiden integrierten 12 Zoll Subwoofer werden durch zwei von Krell hergestellten und im Subwoofer Gehäuse verbauten Endstufen bedient. Die drei separaten Folien, bzw. Bändchen werden durch drei exquisite Goldmund Telos 600 und einer Goldmund Telos 200 angesteuert.

Als Musikquelle stehen dem Zuhörer eine analoge Phonosektion mit einem Vinyl Laufwerk wie auch eine digitale Sektion mit CD und roon-Client zur Verfügung.

Der Tonabnehmer, eine Kiseki, montiert auf einem Goldmund Reference Laufwerk, liefert seine Signale an den Phonoverstärker Goldmund Mimesis PH3.8 NEXTGEN. Die digitalen Informationen des CD-Transports Goldmund Mimesis 36 wie auch die digitalen Signale des roon-Client werden über einen Goldmund Mimesis 20H NextGen digital gewandelt. Sowohl die Analog- wie auch die Digital Sektion liefert ihre Signale an den Vorverstärker der Anlage der zurzeit aus einem Goldmund Mimesis 27.8 besteht.

Der Klangeindruck

Als ich den Raum betrat lief bereits leise Hintergrundmusik. Und bereits diese leisen Töne waren sehr beeindruckend. Phil Collins trommelte sich ein wenig im Hintergrund warm. Nur hatte ich den Eindruck dass sich Herr Collins persönlich hinter den Lautsprecher befand. Unfassbar wie es möglich sein kann einen Musiker dermaßen real in den Raum zu platzieren. Dieser Effekt einer körperlich korrekten Raumdarstellung in allen Dimensionen sollte mich den ganzen lieben Abend begleiten.

Da wir nicht auf Hintergrundlautstärke verblieben wurde es immer interessanter.

Beim Durchhören einer meiner Lieblingsstücke von der „Club for Five“ CD (Titel: „Brothers In Arms“) wurde mir ganz anders. Die Apogee Grand holographierte die finnische ACapella Gruppe, bestehend aus 4 Einzelsängern in einem nach vorne offenen Halbkreis und stellte in den Schnittpunkt des Halbkreises das verbleibende 5 Gruppenmitglied. Das komplette Ensemble stand deutlich hinter den Lautsprechern. Die komplette Bühnendarstellung war wie festgenagelt. Und was ich noch nie erfahren durfte war die körperlich klar differenzierte Darstellung eines jeden Sängers. Man sah förmlich die Umrisskontur eines Körpers und wie daneben der nächste Körper stand. Und das Ganze in allen räumlichen Dimensionen. Das Klangbild baute sich in der Breite, in der Tiefe und vor allem in der Höhe vor einem auf. Und das war nur die Raumdarstellung. Die stimmliche Darstellung der Gruppe war dann das nächste Highlight. Man hörte Stimmen und man sah sie. Florian, auf meine Wahrnehmung angesprochen, erklärte mir dass er sich schon mehrfach erschreckt hat, weil er beim Hören der Musik dachte das sich Dritte im Raum aufhielten. Die Musik löste sich komplett von beiden Lautsprechern und baute ein ziemlich beindruckendes reales Gesamtszenario vor einem auf.

„Wie schaut es denn bei den Apogee mit der Grobdynamik aus?“ war meine etwas provozierende Frage an den neben mir sitzenden Florian. Hätte ich mal nicht gefragt. Pegel auf und entsprechende Musik drauf. Leider weiß ich gar nicht mehr was mir anschließend um die Ohren gedroschen wurde. Ich kann nur noch sagen, dass ich eine enorm schnell agierenden Bass und Tiefbassbereich erleben durfte. Hierzu muss man wissen, dass die Hauptlast des Tieftonbereiches ab bzw. bis 35 Hz. durch das Tieftonpanel und nicht durch die Subwoofer abgedeckt wird. Und das Tieftonpanel ist nun mal ein Folie. Und die Folie ist teuflich schnell. Und wenn auf dem vorliegenden Musikmaterial wirkliche Tieftonkost vorhanden war dann legten die 4 12 Zoll Tieftöner noch mal eine gehörige Schüppe drauf. Beeindruckend. Einfach nur beeindruckend. Man könnte jetzt aber noch feststellen dass bei der Apogee Grand der Bassbereich unter 35 Hz, laut Spezifikationen kommt sie bis 18 Hz, nicht zu den ganz großen Stärken gehört. Hier gibt es sicherlich noch andere Extrem-Systeme die in Dynamik und physikalischer Brutalität zulangen können. Dennoch, die Apogee legt in Sachen Bassqualität und Dynamik eine unerwartete Qualität an den Tag. Vor allem war der berühmt berüchtigte Bassbruch zwischen Tieftonpanel und Subwoofer während meiner Hörsession nicht wahrzunehmen.

Als nächstes wählte ich per roon eine Stockfish CD aus. Großer Fehler, ganz großer Fehler. Der Titel von Herr Taylor lief handgetoppte 5 Sekunden bevor ich mit meinem Zeigefinger die Notaustaste auf dem Tablet bediente. Also die Pausen-Taste. Ich drehte meinen Kopf entsetzt schauend in Richtung Florian, er wusste zu dem Zeitpunkt nicht welchen Interpreten ich gewählt hatte. Als sich unsere Auge kreuzten sprach er nur ganz trocken „Das war doch eine Stockfish, oder?“. Ich nickte.

Die Apogee fungierte wie eine Lupe und offenbarte in Sekundenbruchteilen das dieser Stockfish Titel extrem gemastert was. Wahnsinn. Es krachte förmlich zwischen den Lautsprecher. Als wenn jemand mit einem Werkzeug über das Mikro ging. Ich hatte instinktiv gedacht dass gerade irgendetwas am Setup kaputt gegangen wäre. War dem aber nicht so. Ich habe schon mehrfach von solchen „übermasterten“ Stockfish Platten gehört, aber wie sich das in der Praxis anhört erst heute erfahren.

Im nächsten Themenblock ging es um das Großorchestrale Musikgeschehen. Hier lauschten wir einer Aufnahme von „Les Miserables“. Auch hier war wieder diese genaue Bühnendarstellung vorhanden. Selbst bei mehreren Stimmen wie auch Orchstereinsatz blieb die Gesamtszene stabil und übersichtlich. Auch mit hohem Pegel veränderte sich der Gesamteindruck nicht. Das sind so Momente wo man natürlich auch an die hochwertige Endstufenelektronik denken muss. Da toben quasi 5 Endstufen an 5 Treiber pro Lautsprecher. Und offensichtlich hat die angeschlossene Elektronik die Treiber im Griff. Auch dieses Großformat war ein wahres Ohrenfestival. Eine Live-Darstellung kommt diesem Begriff mit diesem Setup ebenso nach wie die bisherigen Disziplinen.

Kommen wir nun zum letzten Punkt den ich mir über die Grand anhören dufte. Und zwar ging es um die Musik aus dem Zeitraum vor ca. 1995. Viele dieser Musikalben klingen auf modernen Musiksystemen flach und langweilig. Die Grand konnte aber auch in dieser Disziplin überzeugen. Wir hatten unter anderem die Doors auf dem CD-Teller. Und auf diesem Setup klang das einfach genial. Man meinte man hätte eine moderne Aufnahme auf dem Teller. So vielschichtig und lebhaft habe ich die alten Klassiker selten gehört. Überhaupt, das eine Anlage Musik aus beiden Welten so darstellen kann ist eine absolut seltenes Phänomen. Aber auch in diesem Punkt ist sicherlich die Elektronik nicht ganz unschuldig an dem Gesamtergebnis.

Mein Fazit

Um es kurz zu machen: Die 1.500 km haben sich in jedem Punkt gelohnt.

Ich durfte ein System erleben das man sicherlich nicht jeden Tag angeboten bekommt. Es wurde eine musikalische Gesamtsituation vorgefunden die in ihrer Detailtiefe und (Umsetzungs-) Konsequenz mir so noch nicht vorgekommen ist.

Und was ein 30 Jahre alter Lautsprecher in dieser Qualität mit dieser Elektronik musizieren kann ist gar nicht hoch genug anzurechnen.

Ich möchte mich bei meinem Gastgeber für die mit geschenkte Zeit nochmals herzlich danken. Das war ein Fest für mich und meine Sinne. Danke.

Die Analoge Sektion im Bild

Die Digitale Sektion im Bild

Eine Amerikanische Verbindung

Für meinen heutigen Besuch ging es mal wieder zu meinem HiFi Freund nach Baden-Württemberg. Der Besuchstermin im Raum Heilbronn war bereits mehrmals von uns beiden terminiert, wurde dann aber genauso oft wieder gekippt. Schuld an dieser Misere waren entweder familiäre Ereignisse, die allgegenwertige COVID Pandemie oder ein geplanter Nachfolgetermin in der Schweiz.

Nun aber passte alles und ich schlug etwas verspätet zum Kaffeetrinken bei meinem Gastgeber auf. Jetzt erstmal runterkommen und ein wenig akklimatisieren.

Was gab es den interessantes zu hören?

Es ist ja nicht so, als wenn ich nur aus freundschaftlicher Gefälligkeit vorbeigeschaut hätte. Nein, es gab tatsächliche eine gravierende Änderung im Setup meines Gastgebers.

Sein vorheriges Lautsprecherpärchen, eine Bowers & Wilkens 804 D3, wurde gegen ein Pärchen Martin Logan ESL 11A ausgetauscht.

Die neue Front-Ansicht

Somit wurde ein Lautsprecherkonzeptwechsel durchgezogen. Das bisher bestehende dynamische Lautsprecher-Konzept wurde durch einen Flächenlautsprecher-Konzept ausgetauscht. Wobei das so nicht ganz richtig ist. Denn der neue Lautsprecher ist kein Vollbereichsflächenstrahler sondern eine Hybrid-Lösung. Hybrid bedeutet in diesem Fall, dass der Tieftonbereich der Martin Logan nicht durch eine Folie repräsentiert wird sondern durch zwei vollaktive dynamische Subwoofer.

Im Detail reden wir bei den beiden Martin Logan Lautsprecher von einem Elektrostaten der die Mitten und die Höhen über einen Flächenstrahler abgibt und den Bassanteil mit zwei aktiven dynamischen Subwoofer umsetzt.

Hinweis: Ich möchte den interessierten Leser bitten sich entsprechende konzeptionellen Vor- und Nachteile von Dynamischen Lautsprechern und Flächenstrahlern wie auch die grundsätzliche technische Arbeitsweise der verschiedenen Konzepte im Internet nachzuschlagen.

Der sonst sehr dezent versteckte Gerätepark

Angetrieben wurden die Martin Logan von einem potenten McIntosh MA-8000. Als Besonderheit ist zu erwähnen, dass die im Sideboard untergebrachte Trinnov ST2, den bereits mit einem gut durchdachten Deckensegel akustisch behandelten Raum, auch elektronisch raumakustisch „gerade“ zieht. Als einzige Quelle dient ein roon-System das über einen NUC auf einen externen D/A-Wandler (RME Adi-2 DAC FS) und dann per XLR Kabel an den Verstärker übergeben wird. Durch den Einsatz eines externen D/A-Wandler wird der interne DAC des McIntosh signaltechnisch ignoriert. Hier bestand wohl seitens des Gastgebers Update-Bedarf.

Der erste Eindruck

Da ich die B&W 804 D3 in diesem Raum bereits mehrmals hören durfte, und selten habe ich eine 804 D3 so gut gehört wie in diesen Räumlichkeiten, war ich sehr daran interessiert zu erfahren in welche Richtung die musikalische Veränderungen nun gingen.

Als erstes fiel mir auf, dass man mit den Martin Logans bereits mit geringen Pegeln sehr gut Musik erleben durfte. Das war deutlich anders als wie bei der B&W 804 D3. Hier war es fast schon zwingend notwendig den Volumenregler des Verstärkers auf etwas über Zimmerlautstärke zu drehen um ein ähnliches Klangbild zu erreichen. Der Bassbereich der B&W war bei leisen Lautstärken unterrepräsentiert. Somit hat die Martin Logan einen praxisnahen Vorteil. Man kann mit ihr auch mal spät abends sehr ordentlich Musik hören ohne gleich abendstörende Pegel zu riskieren.

Was die Abbildung der Stereobühne bei akustischen Titeln anbetrifft, so konnte man klar feststellen, dass die Musiker an realer Körperhöhe hinzu gewonnen haben. Es war jetzt gut nachzuvollziehen das wenn eine Klarinette gespielt wurde, diese auch in Kopfhöhe dargestellt wurde. Übertrieben umschrieben, man möge diesen vielleicht nicht ganz passenden Vergleich entschuldigen, so saß bei der B&W 804 der Musiker auf einem Stuhl und nun stand er. Und mit ihm auch das Instrument. Im Großen und Ganzen konnte man eine Verbesserung der Y-Ache (Höhe) feststellen.

Mit etwas Verzug konnte man auch eine Verbesserung der Musikinformation feststellen. Rauminformationen wie Nebengeräusche, verursacht durch Bewegungen der Musiker, oder das Anblasgeräusche bei Instrumenten, waren mehr präsent. Während dieselbe Klangsequenz bei der B&W 804 D3 eher zufällig wahrgenommen wurde, weil man sie zum Bespiel gesucht hat, so war das bei der Martin Logan so nicht mehr in dieser Form notwendig. Die Klangsequenz wurde einfach vom Zuhörer ohne besondere Aufmerksamkeit wahrgenommen. Das macht die Musik erlebnisreicher und im Gesamteindruck einfach runder.

Das Klangbild war im Mittel und Hochtonbereich impulsiver und dadurch auch energiereicher. Das machte die Musik in verschiedenen Sequenzen körperhafter. Es war einfach mehr „Fleisch am Knochen“, sprich Klangfarben waren satter und deutlicher einem Instrument zuzuordnen. Die Authentizität der Musik wurde im Vergleich zur B&W aufgewertet.

Feindynamisch legte die Martin Logan bei entsprechendem Musikmaterial eine ordentliche Schüppe drauf. Die Dynamik und somit einhergehend die Impulsivität der musikalischen Darbietung gewann ebenfalls bei gleichzeitig leicht verbesserte Klangauthentizität.

Sonstiges

Einen Punkt den man erwähnen sollte, ist die konzeptionell andere Art der Schallanregung zwischen der B&W und der Martin Logan. Während die B&W mit ihren dynamischen Treibern die Schallanregung als Punktquelle umsetzt, also sich der Schall von einem Punkt zum Zuhörer vergrößert, regt die Martin Logan, zumindest im Mittel- und Hochtonbereich, die Luft in Form eines Zylinders an. Somit ist der Zuhörer, bildlich gesprochen, eher einer Klangfront, als einer Klangkugel ausgesetzt. Für mich ist das persönlich eine günstigere Art die Musik ganzheitlich zu erfahren. Ob das eine klanglicher Vorteil oder Nachteil ist muss jeder für sich entscheiden.

Mein Fazit

Für mich ist durch den Austausch der Lautsprecher ein nachvollziehbarer Evolutionssprung vollzogen worden. Das heißt jetzt im Umkehrschluss nicht, dass die B&W 804 D3 ein schlechter Lautsprecher geworden ist. Im Gesamtergebnis liefert die Martin Logan, im Klangvergleich zur B&W, deutlich ausgeprägtere Stärken die dem Zuhörer bereits bei leisen Pegel zur Verfügung stehen und einen nachvollziehbaren Mehrwert liefern.

Mir hat der Elektrostat in seinem Gesamterscheinungsbild gut gefallen.

Links

Link: Hersteller Martin Logan ESL 11A

Link: Besuchsbericht Bowers & Wilkens 804D3

Today Simply Zingali

Gestern Abend war ich mal wieder im Namen des Herrn unterwegs.

Es ging mal wieder tiefer in den Niederrhein rein. Ich war bei heute bei Felix und seiner Freundin zu Besuch. Felix hört im Schwerpunkt Vinyl, hat aber auch einen CD-Spieler angeschlossen. Er betreibt sein Setup in einem dedizierten Musikzimmer das mit selbstgebauten Akustikelementen behandelt wurde.

Die selbstgebauten Akustikelemente werden sicherlich hier und da etwas Einfluss auf die Raumakustik genommen haben, dennoch hängt eine richtig fette Raummode im Raum. Zudem gibt einen vernehmbaren Nachhall im Raum. Beim Klatschen sind wir sicherlich über einer Sekunde. Das ist nicht weiter verwunderlich, da alle Wände und auch die Decke aus nacktem unbekleidetem Stahlbeton bestehen. Er wird, und da bin ich mir ziemlich sicher, die Raumakustik zeitnah als separates Projekt angehen.

Felix und meine Wenigkeit haben uns bei Facebook in einer englischsprachigen Facebook Gruppe kennengelernt. Als ich dann per Zufall lass, das er bei mir um die Ecke wohnt war das erste persönliche Treffen nicht mehr weit entfernt. Heute fand bereits das dritte Treffen und das zweite Treffen bei Ihm statt.

Unser kleinster gemeinsamer Nenner war und ist der Hersteller unsere beiden Verstärker. Er hat einen Unison Research Simply 845 und meiner einer hat ja bekanntlicher weise eine Unison Research S9. Als Dreher fungiert ein Nottingham Ace Spacedeck 294 mit einem 12 Zoll Tonarm von Nottingham und einem Benz Tonabnehmersystem. Zwischen dem Dreher und der Verstärker ist ein Tom Evans The Groove Phonoverstärker integriert. Und als Lautsprecher existiert neuerdings eine Zingali Twenty 1.12.

Ach ja, fast vergessen, als CD-Spieler fungiert ein Marantz CD14.

Vor der Zingali Twenty 1.12 hatte Felix bereits zwei kleinere Zingali Pärchen. Eines der Zingali Pärchen wurde bereits verkauft, das andere Pärchen wartet noch auf einen Käufer. Und genau wegen dieser neuen Zingali haben wir den heutigen Besuch geplant gehabt.

Das aktuelle Setup

Bei der gestrigen Session haben wir sicherlich 6 Stunden Musik gelauscht und reichlich geplaudert. Unterbrochen wurde das Ganze nur durch den obligatorischen Pizzaboten.

Kanglicher Eindruck

Wegen der bereits oben erwähnten gemeinen Raummode und der schwierigen Raumakustik verbietet sich jegliche ernsthafter Versuch einer klanglichen Bewertung. Nur so viel sei geschrieben. Wenn man den Volumenregler etwas zügelte, machte das Zuhören bei dem Setup viel Freude. Der Qualitätssprung von den vorherigen zur neuen Zingali war vor allem im Bassbereich sofort zu vernehmen. Der Bassqualität verbesserte sich deutlich bei seiner Impulsivität. Das Horn selbst vermittelte mehr klangliche Informationen über die Geschehen auf dem Tonträger.

Durch eine geänderte Einwinklung der Lautsprecher, die Nulllinie kreuzte sich nun 10cm vor anstatt 30cm hinter dem Kopf, konnten wir das Klangbild von „nur um die Lautsprechern“ auf „auch zwischen den Lautsprechern“ verändern. Das Resultat war eine gefälligere weil geschlossenere Klangbasis zwischen den Lautsprecher resümierten wir beide. Wie ich eben erfahren habe, hat Felix noch bis 4:00 Uhr morgens Musik gehört und die Position der Lautsprecher nachjustiert. Es scheint so, das ihm die aktuelle Situation gefällt. Erstmal.

Fazit

Ein interessantes Setup das mit seiner analogen Performance zu punkten weiß. Hier gilt es, das existierende ungehobene Klangpotential des Setup durch geeignete akustische Maßnahmen zu heben.

Es war ein schöner Abend mit interessanter Musik und einem gutgelaunten und sympathischen Gastgeber den man immer wieder gerne nachholen kann und sollte.

Zu Besuch bei oks-audio

Eine kleine Vorgeschichte

Während meines Kurzurlaubes in Hamburg erhielt ist zu sehr früher Stunde über den Facebook Messenger eine sehr freundliche Einladung von Eugen Oks dem Entwickler wie auch Besitzer der kleinen HiFi-Manufaktur oks-Audio. Herr Oks hatte auf meinem Facebook-Profil gesehen, das ich mich in Hamburg aufhielt und lud mich zu einem Hörtermin bei sich zuhause ein. Die Einladung habe ich gerne angenommen.

Die Firma oks-audio ist mir bereits seit einiger Zeit bekannt. Aufgefallen ist mir die Firma wegen Ihrer Lautsprechermodelle. Eyecatcher war hier ein sehr interessant wirkender Lautsprecher der auf den Namen Incredible hört. Es handelt sich um einen in der Größe sehr moderaten Kompaktlautsprecher mit einem verbauten Breitband Lautsprecher wie einer eher selten vorkommenden RiPol-Basslösung. Nicht nur der Formfaktor wie auch die verbauten Treiber weckten mein Interesse, sondern auch der interessant wirkende Preis von 1.500 EUR für das Paar.

Hinweis Die Incredible selbst wurde in der Zwischenzeit überarbeitet und ist nun als Incredible 2 erhältlich. Hierbei hat die Incredible 2 einen zusätzlichen Hochtöner erhalten der im Hochtonbereich den Lautsprecher ergänzen soll. Die Incredible 2 war zum Zeitpunkt der Hörsession (leider) anderweitig unterwegs.

Nachmittags trafen wir uns dann zu einer 2 stündigen Hör-Session. Als Verstärker arbeitete eine Eigenfertigung von oks-Audio. Als Quelle diente ausschließlich ein Streamer und als Streaming Quelle Spotify. Die Incredible stand auf einem Aluminium Ständer und stand sehr frei im Raum.

Mein Höreindruck

Das Setup

Mein erster Eindruck war etwas ernüchternd. Was die Breitbänder anbetraf, so hörte man schon im Ansatz die Fähigkeit den Raum musikalisch auszuleuchten. Die Tiefen- und Breitenstaffelung im Mittel- und Hochton waren ordentlich. Allerdings war der Bassbereich für meine Wahrnehmung im ersten Moment doch sehr schlank und zurückhaltend. Einen WoW-Effekt, den man sich bei solchen Hörsessions als Zuhörer gerne wünscht, trat nicht ein. Zumindest nicht in den ersten 30 Minuten.

Nach den ersten Musikstücken und etwas mehr Lautstärke wurde es interessanter. Zwar klang die Incredible im Bassbereich immer noch recht schlank, aber der Bass war nun sauber und wahrnehmbar im Raum. Der Bass war nicht aufgebläht oder dröhnend, was auch ein Verdienst des RiPol-Konzeptes zu sein scheint. Der Bass kam akzentuiert und präzise.

Ich möchte nochmals erwähnen, dass der Lautsprecher sehr frei im Raum stand!

Somit wurde mein erster Eindruck im Grundsatz widerlegt. Die kleine Incredible kann auch die Abteilung Bass bedienen. Herr Oks veränderte in einem zweiten Schritt das Setup insoweit, dass die Incredible nun ca. 50 cm vor der Rückwand positioniert wurde.

Bei gleicher Lautstärke erlangte der Lautsprecher nun auch mehr an Körperhaftigkeit und der obere Bassbereich wurde kräftiger in der Wahrnehmung. Dieses Klangbild konnte nun deutlich mehr gefallen als mein erster gewonnener Eindruck.

Dieser kleine Lautsprecher konnte bei mir im Verlauf der Hörsession immer mehr punkten. Es ist beileibe kein spontanes Begeisterungswunder sondern muss längerfristig erlebt werden um die Qualitäten der Breitbänder wie auch des RiPol-Basses richtig zu erleben. Wer eine Bassschleuder sucht die dem Loudness-War fröhnt wird hier nicht fündig. Die Lautsprecher brauchen einen kräftigen Verstärker und auch mindestens Zimmerlautstärke um seine musikalischen Qualitäten aufzuzeigen.

Fazit

Ein interessanter Konzeptlautsprecher – sowohl musikalisch wie auch preislich – der einen erfahrenen Hörer benötigt. In Verbindung mit dem neuen Hochtöner (Incredible 2 – 2.200 EURO Paarpreis) dürfte sich eine weitere klangliche Steigerung ergeben.

Ein Teil der Produktfamilie von oks-audio

Zur Homepage von oks-audio: http://oks-audio.de/

Besuch bei Speaker-Delight

Ende Mai ging es für mich zu einem Kurzbesuch nach Dinslaken. Ziel war es, mir die beiden neuen Hornmodelle von Speaker-Delight aus der Nähe anzusehen und natürlich auch anzuhören.

Mit der Authentic No. 0,5 (Paarpreis bei 1.750 EUR) wird aktuell der Einstiegslautsprecher in die Authentic Hornfamilie definiert. Für mich war es heute von Interesse zu erfahren in wieweit Entwickler Stephan Dasbach es geschafft hat sein KnowHow aus dem Flagschiff der Serie, der Authentic No. 3, auf sein Einsteigermodell runterzubrechen.

Beim ersten Blickkontakt im Hörraum ist eine Familienzugehörigkeit zu der Authentic Familie nicht zu verleugnen. Die markante Formensprache der Authentic Reihe ist sofort wiederzuerkennen. Zumindest wenn man den Lautsprecher in der Multiplex Buche Version als Vergleichsgrundlage nimmt.

Das allen Lautsprecher der Authentic Serie familieneigene Design, besitzt für den ausstehenden Betrachter einen sehr hohen Wiedererkennungswert. Eine Eigenschaft die leider nicht für jeden Lautsprecher auf dem Markt zutrifft.

Nach einer netten Begrüßung und etwas Smalltalk fingen wir an uns dem ersten Pärchen zuzuwenden. Die Authentic 0.5 stand in einer schwarzen Version für die Hörsession bereit. Als Verstärker diente eine PA-Endstufe. Als Quelle diente ein HTPC der als roon-Client eingebunden war.

Besuch bei Speaker-Delight
Authentic No. 0,5 in einer schwarzen Ausführung.

Der Lautsprecher verspühte eine Menge Klangspaß und überraschte mit einer ordentliche Gesamtperformance. Der Bass war im Grundtonbereich knackig und die Mitten wie auch die Höhen waren präsent. Die Musik wurde über die 0.5er räumlich wiedergegeben. Raumtiefe war ebenso kein Fremdwort. Und mit zunehmender Lautstärke erahnte man, das erhöhte Lautstärken für den Lautsprecher auch kein Problem darstellen würde. Die typische Eigenschaft eines Hornlautsprecher, Musik direkt und anspringend wiederzugeben war ebenso unverkennbar.

Der Lautsprecher spielte auf, als wollte er dem Zuhörer mitteilen wollen, dass er bitte als ernstzunehmender Klangkörper wahrgenommen wollte. Toller Einstand nach meinem Empfinden.

Es gilt zu bedenken, dass wir hier einen Lautsprecher mit einem Stückpreis von 875 EUR betrachten. Wiedergabe von Klangfarben, räumliche Darstellung, Grobdynamik, Feindynamik wie auch Impulivität sind klassenspezifisch im oberen Viertel seines Preissegmentes einzustufen. Wobei das Leisehören eine Stärke der Authentic 0,5 darstellt.

Als Gegenwert erhält man ein ruhiggestelltes Gehäuse aus 20-30mm Multiplex. Das Aluminium Horn ist mit einem 1 Zoll BMC Kompressonstreiber kombiniert. In Verbindung mit den beiden 26er Bässen erhält man einen guten Wirkungsgrad von 96db. Somit sollte der Betrieb des Lautsprechers mit fast jedem erhältlichen Verstärker auf dem Markt machbar sein, auch mit einer Röhre.

Mein Fazit für die Authentic 0,5

Das aktuelle Einstiegsmodel der Authentic Reihe spielt auf einem für sein Preissegment eher hohem klanglichen Nievau. Was die Gehäusevariante betrifft, so würde ich persönlich eine farblich unbearbeitete Gehäuseversion – wie unten abgebildet – bevorzugen.

Gehört wurde unter anderm Musik von folgenden Alben:
– Yello – Touch Yello
– Supertramp – Some Things Never Change
– Club for Five – You’re the voice

Link auf die private Homepage des Entwicklers

Acapella Audio Arts Bassonobile

Heute wurde ich spontan zu einer Hörsession eingeladen. Ich wusste nur, dass es einen Lautsprecher des deutschen Herstellers ACapella Audio Arts zu hören geben wird. Da war ich doch einmal gespannt.

Beim Gastgeber angekommen wurde ich, nennen wir Ihn der Einfachheit einfach Stefan, sehr freundlich begrüßt. In einer gemütlichen Fünfer Runde mit gleichgesinnten HiFi- und Musikfreunden ging es dann erstmal zum Rauchen. Also die anderen Kollegen rauchten. Ich nicht. Ich rauche nämlich nicht. 😉

Das Setup

Das Setup
  • Lautsprecher: Acapella Audio Arts BassoNobile
  • Endstufen: Jadis JA 80
  • Vorverstärker: Audionet Stern
  • CD/DAC: dCS Paganini
  • Tuner: McIntosh MR-78
  • Laufwerk: TW Acoustic Raven AC-3
  • Arm 1: TW Acoustic 10.5 / Koetsu Vermillion
  • Arm 2: Roksan Artemiz / Ortofon (Mono)
  • Phono-Verstärker: Brinkmann Audio Edison
  • Kabel: Schnerzinger und HMS

Die Raucherzeit wurde natürlich auch zweckdienlich verwendet um sich persönlich etwas besser kennenzulernen und sich über die alltäglichen Dinge eines „Musikbekloppten“ auszutauschen. Danach wurde der Dreher angeworfen. Eigentlich lief er bereits schon die ganze Zeit. Aber nun wurde die hochehrwürdig die Nadel gesenkt.

Wir hörten vornehmlich Jazz angehauchte Musik aus verschiedenen Zeiten. Alte Aufnahmen und neuere Aufnahmen. Zwischendurch kam auch eine neue selbstaufgenommene Schallplatte eines HiFI Bekannten auf den Dreher der sich privat mit elektronischer Musik beschäftigt.

Was bei der Anlage auffiel, war die Stabilität der Abbildung der Ensembles. Die Musiker standen auf verschiedenen Positionen innerhalb der Lautsprecher und wurden dort auch in der Höhe dargestellt. Die Musiker standen in der Abbildung erhöht und spielten über die Köpde des Publikums. Selbst mit einer Änderung der Hörposition verblieben die Musiker auf ihren angestammten Plätzen. Rhythmus und Schmelz der Musik, vor allem von den Bläsern, glänzten aus den Lautsprechern und strahlten in den Raum.

Die Authentizität der Blechbläser war tonal ziemlich nach am Original. Und ein im Musikbild existierender Flügel stand so plastisch im Raum, so dass man meinte, man könne einen zum Publikum hin geöffneten Flügeldeckel erkennen. Bemerkenswert. Und die Anschläge auf der Klaviatur vermochte die Größe des Flügels im Raum wunderschön nachzuzeichnen.

Die Größe des Lautsprechers war auch hier in dem Raum für einen verbesserten Gesamteindruck der Musik förderlich. Es ist immer wieder festzustellen, und heute auch hier, das hoch gebaute Lautsprecher die Musik gleichmäßiger in vertikaler Richtung dem Zuhörer präsentieren können.

Die Bassperformance war nicht dominant sondern der Musik auf dem Musikträger angepasst. Da wir keine elektronische Musik und auch kaum basshaltige Musik hörten muss man diesen Eindruck heute aussparen. Dennoch war das obere Bassfundament vorhanden und folgte (ziemlich) zeitrichtig dem sphärischen Horn. Ein Bruch war nicht zu vernehmen.

Bei einer möglichen nächsten Session würde ich dann vermehrt mich diesem Thema Bassreproduktion widmen wollen.

Fazit

In einer tollen Kette, mit vielen tollen Einzelkomponenten, schafft es die ACapella Arts Bassonobile die Klangvorarbeiten realistisch in den Raum zu transportieren und für ein sehr entspanntes und plastisches Hören zu sorgen. Eine wirklich bemerkenswerte Kette die sicherlich Ihrem Besitzer für einige Zeiten viel Freude bereiten wird.

Danke Stefan für die Möglichkeit das ich Deinem Setup lauschen durfte.

Weitere Information: ACapella Audio Arts Bassonobile

 

Ein Besuch bei Seta-Audio

Heute ging es für mich zu einer besonderen Einladung. Es ging zur Firma Seta-Audio. Mit dem Eigentümer der Firma Florat Seta war ich schon längere Zeit bekannt. In den Tiefen der sozialen Medien lief man sich immer wieder in den einschlägigen Seiten über den Weg. Aufgrund der Vielzahl an Chats zwischen uns kam es dann zu den ersten Telefonaten. Von meiner Seite aus konnte ich feststellen, dass Florat die gleiche Wellenlänge belegt wie meinereiner. So war es dann fast unausweichlich, dass wir auch den letzten Schritt gehen und uns im richtigen Leben treffen sollten. Und genau davon berichte ich hier.

Florat hatte die Wochen vor unserem Treffen geschäftlich in Düsseldorf zu tun. Er hatte sein Top-Produkt, die Soulitaire 12, bei der Redaktion des Lite-Magazins abgegeben und holte das Testpärchen wieder zurück. Wissend dass die Soulitaire 12 nun vor Ort zur Verfügung standen, machten wir beide einen fixen Termin aus. Das klappte sofort.

Ergänzend muss ich erwähnen, lockte mich die Möglichkeit, die neue Röhrenendstufe von Cay-Uwe Kulzer zu lauschen. Florat und Cay-Uwe kennen sich sehr gut und haben bereits in dem ein oder anderen Projekt zusammen gearbeitet. Und da ich, wie der Zufall es wollte, in einem Forum einiges im Vorfeld über diese Röhren-Endstufe gelesen hatte, war es um mich geschehen und der Termin wurde quasi unausweichlich.

Das heutige Setup

Die Soulitaire 12

Der Lautsprecher ist eine Konstruktion aus der Feder von Florat. Dass Cluster-Flex-Gehäuse, eine spezielle Form der Bassunterstützung, ist zum Patent angemeldet. Ebenso ist die Beschichtungsmethodik wie auch das verwendete Material der Membrane wie auch die Konstruktion zur Fixierung des Hochtöner zum Patent angemeldet. Auf technische Einzelheiten werde ich hier nicht eingehen, da ich wahrscheinlich nicht die entsprechende Kompetenz besitze. Die Idee hinter den Patenten, wie auch die Umsetzung lassen auf jede Menge „Gehirnschmalz“ schließen. Es kann nicht jeder von seinem Produkt behaupten das gleich mehrere Patente vorliegen. Das nötigt schon einen gewissen Respekt ab.

Der Lautsprecher selbst ist als konventionelle Bauform umgesetzt. Keine gebogen Seitenwände oder speziell der Akustik wegen geformtes Gehäuse. Die Haupttreiber sitzen auf Achse hintereinander und idealisieren den Punktstrahler.

Der Klangeindruck

Bei dem Klang tat ich mich anfänglich ein wenig schwer. Der Bass war dominat und präzise behauptete aber das Klangbild. Der Bass war überhaupt sehr präsent. Während man bei anderen Lautsprechern zumeist erst beim Verstärker den Volumenregler drehen muss um die angeschlossenen Lautsprecher aus dem Schlaf zu holen, waren die 12er sofort da. Sprich, auch beim leise hören hatte man bereits eine bemerkenswerte Bassqualität. Nur das mit den Mitten und Höhen gefiel mir zu Beginn gar nicht.

Der Mittelton und Hochtonbereich war doch eher zurückhaltend. Der berühmt berüchtigte Vorhang hing da im Raum. Dieser Eindruck sollte mich die nächste Stunde verfolgen. Bis dahin hörten wir uns verschiedenste Musikbeispiele an. Dann machten wir eine Pause und hingen besagte Röhrenendstufe in die Kette und wiederholten den musikalischen Testlauf.

Man konnte jetzt schon feststellen dass sich das Klangbild zum Positiven hin veränderte. Es waren zwar keine Welten, aber die Musik kam klarer, dynamischer und in den Klangfarben kräftiger aus den Lautsprechern.

Man muss erwähnen, dass wir im ersten Durchlauf lediglich einen einfachen Yamaha Vollverstärker im Einsatz hatten. Mit der Integration der Röhrenendstufe Sonus Natura Lumina in die Kette wurde der Yamaha zum Vorverstärker degradiert. Dieser Schritt tat der Klangabbildung schon mal sehr gut. Die Mitten und der Hochton profitierten von dieser Änderung. Auch wenn das Klangbild in meiner Wahrnehmung immer noch eher verhangen klang. Man merkte aber schon was die Lautsprecher vermögen. Vor allem der Bass wurde gewaltig und impulsiv aber auch sehr diszipliniert. Es warerstaunlich was für eine Qualität im Bassfundament von der 12 geliefert wurde.

Und die Röhre mit ihren nominell 10 Watt zeigt klare Kante. Meine Güte hatte die iSpaß. Und die Röhre rettete was vom Yamaha und dem eher unterdurchschnittlichen CD-Spieler zu retten war.

Die Röhre und die Soulitaire 12 zogen den (Musikalischen-) Karren aus dem Sumpf und vermittelten dem Zuhörer klar wohin die musikalische Reise gehen kann wenn sowohl die Musikquelle wie auch der Vorverstärker wie auch die Raumsituation der Gesamtqualität des Soulitaire 12 angepasst wird.

Für mich war es schwer für diesen Bericht die richtigen Worte zu finden. Denn die eher gedämpften Mittel- und Hochtonfähigkeiten waren so nicht das Gelbe vom Ei. Aber die Tendenzen die man durch verbessertes Equipment und auch erhöhte Lautstärke erfuhr lässt nur einen Schluss zu: Man muss diesen Lautsprecher mit seinem Equipment in seinem Raum gehört haben.

Fazit

Der Lautsprecher bietet ein interessantes musikalisches Potential. Das beweist auch der Test des Lite-Magazins. Der Link ist unten angehängt. Aber dazu müsste mein lieber Florat sich ein besseres Equipment anschaffen. Kein Endanwender wird dieses Schwergewicht an einem einfachen Yamaha Verstärker betrieben. Cay-Uwes Lumina Röhre wäre ein toller Anfang! Und bei der Quelle solltest Du auch unbedingt ein höheres Regal greifen.

Und wenn meine Informationen, die ich in der Zwischenzeit erhalten habe stimmen, dann löst sich mit einer geänderten Positionsänderung des Lautsprechers im Testraum auch das ein oder andere Überdämpfungsproblem.

Ich würde ganz bestimmt für einen ReTest wieder anreisen. Denn das Konzept scheint mir etwas Besonderes zu sein. Definitiv!

Weitergehende Informationen:
Homepage Seta-Audio: http://www.seta-audio.de/home/
Homepage Sonus Natura: https://www.sonus-natura.com/

Testbericht
Seta-Audio Soulitaire 12 im LiteMagazin

Beton angerührt

Am heutigen Nikolaustag waren wir, Markus Greilinger und meine Wenigkeit, im Namen des Herren zu einem schon länger geplanten Termin nach Krefeld unterwegs. Besucht wurde Thomas Muty.

Thomas kannte ich bereits aus verschiedensten Facebook-Gruppen und einem persönlichen Besuch bei mir Zuhause. An dem damaligen Besuchstag stellten wir bereits fest, dass wir Beide auf derselben HiFi Welle funkten. Somit stand schon fest, dass es einen Gegenbesuch in Krefeld geben wird.

Und dieser Gegenbesuch wurde heute eingelöst.

Thomas lud uns nicht nur zum Hören seines neuen BetonArt Diverso & Tyron 21 Setups ein, sondern auch zu einem sehr ausführlichen Frühstück. Und was soll man sagen, das war ein sensationelles Frühstück. Thomas hat sich extra zu dem heutigen Anlaß Platz-Karten einfallen lassen. Somit wußten Markus und Ich sofort wer wo am Frühstückstisch zu sitzen hat. Eine tolle Idee und handwerklich fein umgesetzt.

Hier mein Platz. CEO. I love it.

Also setzten wir uns erstmal an den fürstlich gedeckten Frühstückstisch und unterhielten uns über Gott und die Welt und stellten auch erste Kontakte zum Setup her. Während wir uns gegenseitig kennenlernten zauberte Thomas als Chef de Cuisine in der Küche das Rührei für uns. Man muss sagen, so werde ich am liebsten empfangen. Ganz großes Kino Thomas.

Nach dem Frühstück ging es dann zum Stereo Setup.

Das komplette Setup in frontaler Sicht

Optisch ist das BetonArt Setup mit seinen beiden 155cm hohen Diverso Mains nicht zu übersehen. Im Gesamtpaket der beiden BetonArt Diversos gehören noch der HiFi-Akademie PowerDac und der HiFi-Akademie PowerAmp P6. In den beiden HiFi-Akademie Geräten sind das mitgelieferte DSP System für die Raumanpassung und die notwendigen Endstufen-Verstärker ausgelagert.

Zwischen den beiden Lautsprechern thronte noch der einsame Tyron-21. Die 21 im Namen steht übrigens für den 21 Zoll großen verbauten Basstreiber. Für Unwissende: 21 Zoll entsprechen ca. 53cm, dem Durchmesser des Bass-Chassis. Diese Dimension sieht man auch nicht jeden Tag. Zumindest nicht in Stereo-Setups.

Verdeckt und somit für den Gast nicht sichtbar war ein Streamer für die alleinige Musikwiedergabe verantwortlich. Also Elektronik angeschaltet, Tablet an den Mann gebracht und die Musik entfesselt.

Wie war es denn nun klangtechnisch?

Das wird nun eine ganz schwierige Kiste das zu erklären. Ich habe bereits in den letzten zwei Wochen intensiv darüber nachdenken müssen, wie ich das an diesem Tage wahrgenommene Musikerlebnis zu formulieren habe, damit mein Besuchsbericht der Qualität des Setup, der gegebenen Raumsituation wie auch der Emotion des Besitzer gerecht wird.

Fange ich mit Thomas an. Thomas hatte bereits im Vorfeld einige Raumprobleme identifiziert. Da gab es das Thema Nachhall. Im direkt angrenzenden Treppenhaus gab es einen Nachhall von sicherlich 1-2 Sekunden. Das Treppenhaus wurde bereits großflächig durch einen selbstgebauten Absorber bedämpft. Die beiden Zugänge zu der oberen wie auch der unteren Etage hingegen waren noch nicht bedämpft. Noch während unseres Besuches kamen zwei bestellte Akustikvorhänge um den Nachhall weiter einzudämmen.

Sicht auf den Hörbereich von der linken Seite

Die eigentliche Raumachse wo die Anlage thront wird vorne und hinten durch zwei klangharte Wände begrenzt. Rechts vom Setup begrenzte eine riesige Glaswand zum Garten hin den Raum. Nach Links vom Setup ist der Raum komplett offen.

Das rote Sofa auf dem wir uns befanden, ein sehr schickes übrigens, übernahm quasi schon eine absorbierende Rolle in der Raumoptimierung. Die Rückwand hinter dem roten Sofa war erfreulicherweise weit weg. Somit drohten erstmal keine wesentlichen Raumeinflüsse durch indirekte Schallwellen. Ein großflächiges Bücherregal an der Rückwand übernahm zusätzlich die Rolle eines Diffusors.

Vor dem Lautsprecher und dem Sofa befand sich ein Teppich der die Erstreflektionen am Boden bekämpfen sollte. Wie ich jetzt erfahren habe, hat Thomas bereits diesen Teppich gegen eine großflächige Teppich Auslegeware ausgetauscht.

Hinter jeder Diverso war ein selbstgebauter Absorber aufgehangen. Ebenso wurde das TV während der Demonstration mit einer selbstgefertigten Absorber Konstruktion verdeckt. Schlussendlich hat Thomas auch noch einige Absorber an der Decke fixiert um die Erstreflektionen zu minimieren.

Die Musikqualität selbst war bis oberhalb der Frequenzskala einer Basssaite bei Zimmerlautstärke sehr ordentlich. Der verbaute AMT lieferte das von Ihm erwartete Hochton Spektakel ohne zu nerven oder sich in den Vordergrund zu schieben. Die Mitten taten ihm gleich. Das Gesamtbild in dem erwähnten Frequenzband war so, wie man es von einem Setup dieser Qualität erwarten durfte. Zumindest unter diesen schwierigen Raumbedingungen.

Was war denn schwierig und was war mit dem Bass?

Der Bass war bei einigen Musikstücken sehr schlank im Raum dargestellt. Bei einem Musikstück von Sarah Conners Live Album war dann bei Zimmerlautstärke überhaupt kein Basslauf zu hören. Um das zu konkretisieren: Man hörte klar und detailliert das der Bassist sein Instrumente zupfte, aber der entsprechende treibende Basslauf fehlte klanglich vollständig! Es hörte sich so an, als hätte der Bassist vergessen den Klinkenstecker seines Instrumentes in den Verstärker zu stöpseln. Sowas hatte ich so auch noch nicht erlebt. Tatsächlich haben wir alle drei im Nachgang überprüft ob wirklich in diesem Musikstück ein Basslauf zu hören war. Und jeder von bestätigte, dass an besagter Stelle ein deutlicher Basslauf zu vernehmen war.

Ein Blick über den Referenzplatz auf das Setup.

Der beschriebene Bassbereich war quasi ausgelöscht. Und zwar genau auf dem Sitzplatz plus 70cm dahinter. Lauschte man an der hinteren Wand oder Ecke gab es „etwas“ mehr Bass, aber nicht so intensiv wie man dies von dem Loudness Effekt her kennt.

Und das war der Moment wo ich zum Thema „Schwierig“ komme. Dieses Problem muss – und ich glaube auch wird der – Thomas in der kommendem Zeit angehen. Eine Verschärfung der Problematik ist der Umstand, dass Thomas die Sitzposition bzw. die Position des roten Sofas nicht verändern kann. Denn der Bereich hinter dem Sofa muss frei bleiben um den Zugang zur Gartentür zu gewährleisten. Das macht zukünftige Lösungsansätze auch nicht einfacher.

Dass dieses Setup auch eine enorm hohe Bassqualität besitzt führte uns Thomas ebenso vor. Ich habe auch schon einige einzelne Subwoofer erlebt, aber Der hier krönte sich zur Bassbestie. Nicht nur die Basswellen überrollten uns, nein, auch die Möbel fingen an zu reden. Und als Oberknaller fingen meine Füße an zu kribbeln da sich die Bodenvibrationen durch die Schuhsohlen „fraßen“ und meine Strümpfe zum Tanz aufforderten. Frischluft bekamen sowohl die Stümpfe wie auch die Füße durch den Luftzug der Bass-Druckwelle die gleichmäßig die Hosenbeine hin und her flatterten ließen. Respekt.

Geht doch, dachte ich mir. Damit war klar, dass die Diverso und der Tyron auch dass Bass Management Ihrer Qualität entsprechend beherrschen. Nur die Raumbehandlung ist noch nicht da wo sie hin muss.

Fazit Thomas hat sich da ein richtig gutes Setup in den Raum gestellt. Leider ist es ihm nicht vergönnt dieses adäquat zu nutzen. Zumindest nicht zu dem Zeitpunkt wo wir vor Ort waren. Aber wie ich hörte, sind bereits andere Mächte am Werk um dem Wellental ein Schnippchen zu schlagen.

Markus und ich möchten uns für ein Super Frühstück und ein tolle Zeit bei und mit Dir bedanken. Wir hoffen, dass dich unser intensiver Gedankenaustausch motiviert hat an deinem Raum weitere akustsche Änderungen durchzuführen um das bestmögliche Ergebnis zu erlangen. Wir drücken alle Daumen. Vielen Dank für die tollen Stunden.

Und im Falle eines Falles? Ab in den Keller 😉

Links zur weiteren Informationen:
https://betonart-audio.de/diverso/

Zu Besuch bei einem Kaiser

Duisburg Die am Rande des westlichen Ruhrgebiets gelegene Arbeiterstadt ist eigentlich nicht dafür bekannt, dass Sie einen leibhaftigen Monarchen beheimatet. Dennoch hatte ich am heutigen Tag die seltene Möglichkeit, eingefädelt durch Björn Kraayvanger, Eigentümer von Len-HiFi, eine persönliche Audienz bei jenem welchen Kaiser zu erhalten.

Eine Audienz mit der Kaiser Kawero! Chiara.

Die Chira ist beileibe keiner dieser alltäglichen Lautsprecher die Mann bzw. Frau in jedem x-beliebigen HiFi Geschäft zu sehen, geschweige denn zu hören bekommt. Und so war es für mich ein Tag wo es dann doch passieren konnte.

Leider wurde die Audienz durch den kurzfristigen Verkauf des „Vorverstärkers“ empfindlich gestört. Aber zum Glück konnte man diesen Ausfall durch einen zur Hand befindliches Austauschgerät temporär ersetzen. Fairerweise sollte hier erwähnt werden, dass der „Austausch-Verstärker“, ein Moonriver Audio 404, in keinster Weise die normalerweise betriebene Vor-/Endstufe ersetzen konnte. Aus diesem Grund werde ich heute auch auf eine klangliche Beschreibung des Setups verzichten und diese hoffentlich nach einem zweiten Termin, sorry Audienz, nachreichen.

Ein paar technische Informationen zum Lautsprecher

  • Hergestellt in Deutschland
  • Das Gehäuse besteht aus einem Kunstharz-Pressholz (Biegesteifigkeit von Stahl)
  • Das Gehäuse hat keine parallele Flächen
  • Nach hinten abstrahlendes Passivmembran von Scan-Speak
  • Mundorf AMT Hochtöner (Sonderanfertigung)
  • Duelund CAST Cu Kondensatoren und Drosseln

Ein erster Eindruck

Aber selbst die heutige Kette, die man ruhig ungewöhnlich nennen kann, konnte bei Zimmerlautstärke, als angenehm und unaufdringlich beschrieben werden. Wobei das Setup auch in dieser Konstellation leichte Fehler auf der Schallplattenpressung sofort entlarvte ohne dass man großartig suchen bzw. zuhören musste.

Warum ich die fehlerhafte Pressung erwähne? Nun, ich hatte eine Pressung dabei, die auf meiner Anlage leicht verzerrt klang. Da ich wusste, dass ich heute eine hochwertige Anlage mit einem sehr guten Dreher vorfinden würde, erhoffte ich mir, dass sich mein Verdacht unison bestätigte. Und siehe da, ohne das mein Gastgeber etwas von meinem Vorhaben erahnte, fiel ihm mit dem ersten Takt die leichte Verzerrung während des Gesprächs mit mir sofort auf. Das war während eines ablenkenden Gespräches nicht zwingend zu erwarten gewesen.

Dieses etwas unübliche Demonstrationsbeispiel zeigte mir aber jetzt schon welche Detailgenauigkeit in dieser Kette wie auch in diesem Lautsprecher steckt.

In den nächsten Stunden lauschten wir dann noch ein paar mitgebrachten Vinyls wie auch einigen Platten des Gastgebers. Die 45er Columbia Pressung des Friday Night in San Francisco Albums, mit Al Di Meola, John McLaughlin und Paco de Luca ließ dann mit diesem Setup einen Hauch von Live-Atmosphäre im Wohnraum entstehen.

Alter Falter. Da freut man sich jetzt schon auf die Zweite Audienz beim Kaiser.

Ich möchte mich hiermit nochmals herzlich bei meinem heutigen Gastgeber für ein paar schöne Stunden und Gespräche danken und hoffe dass eine baldige Wiederholung ermöglicht werden kann.

Die Kaiser Acoustics Kawero! Chiara

Der Moonriver Audio 404

Der J-Sikora Initial Max

Das J-Sikora Laufwerk von Oben

Das heutige Setup

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